Wieler hört als Präsident des Robert Koch-Instituts auf

Stand: 11.01.2023 15:36 Uhr

In unzähligen Pressekonferenzen informierte er mit der Bundesregierung über die Corona-Lage: Lothar Wieler, Präsident des RKI, gibt zum 1. April sein Amt ab. Der Schritt erfolge im Einvernehmen mit Gesundheitsminister Lauterbach.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, verlässt das Institut zum 1. April. Er werde sich neuen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen, teilte das RKI mit. Der Schritt erfolge im Einvernehmen mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der dies bestätigte. Das RKI ist eine Einrichtung der Bundesregierung.

Für eine Übergangszeit werde Wielers Aufgabe durch seinen Stellvertreter Lars Schaade übernommen.

Seit 2015 RKI-Chef

Wieler stand seit März 2015 an der Spitze des Instituts, das in der Pandemie eine zentrale Rolle spielte. Zu seinem Abschied erklärte er: “Es war ein Privileg, in dieser Krise an exponierter Position zusammen mit einem motivierten Team hervorragender Expertinnen und Experten arbeiten zu dürfen.”

Er forderte, die Unabhängigkeit der Forschung müsse auch zukünftig akzeptiert werden, denn sie sei unabdingbar, damit das RKI seine Aufgaben erfüllen könne. Wieler dankte auch “den Gesundheitsministern, mit denen ich zusammenarbeiten durfte”.

Während der Hochphase der Pandemie hatte Wieler sich mehrmals für sehr strenge Schutzmaßnahmen ausgesprochen, was ihm von einigen Seiten auch Kritik einbrachte – darunter von der FDP.

Lauterbach bedauerte den Weggang und dankte Wieler im Namen der gesamten Bundesregierung für seine “bei der Bewältigung der Pandemie für das Land bleibenden und herausragenden Verdienste”. Er sagte: “Ohne Prof. Wieler wäre Deutschland deutlich schlechter durch diese Pandemie gekommen.”

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