Verdi ruft Postbeschäftigte wieder zum Ausstand auf

Stand: 26.01.2023 06:59 Uhr

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post will ver.di den Druck erhöhen: Für heute sind die Beschäftigten in Paket- und Briefzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung bundesweit zu Streiks aufgerufen.

Die Gewerkschaft ver.di hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post zu Warnstreiks am heutigen Donnerstag aufgerufen. Beteiligen sollen sich an den ganztägigen Aktionen bundesweit Beschäftigte in ausgewählten Betrieben in den Paket- und Briefzentren sowie in der Paket-, Brief- und Verbundzustellung.

Damit folgt der Streikaufruf auf Streiks der Postbeschäftigten in der vergangenen Woche: Von Donnerstagabend bis Samstag hatten sich dabei den Angaben zufolge rund 30.000 Beschäftigte beteiligt.

Tarifverhandlungen Anfang Februar

Die Gewerkschaft verlangt mit Verweis auf die hohe Inflation für die Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen für jedes Ausbildungsjahr um 200 Euro pro Monat angehoben werden. Die Tarifverhandlungen sollen am 8. und 9. Februar fortgesetzt werden.

Verdi: “Streiks sind klares Zeichen”

“Die Streiks sind ein klares Zeichen unserer Mitglieder in Richtung Arbeitgeber”, sagte Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin in dem Tarifkonflikt. Die Arbeitgeber hätten in der zweiten Tarifverhandlungsrunde in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass sie nicht bereit und auch nicht in der Lage seien, die Reallohnverluste der Beschäftigten auszugleichen.

Der Konzern erwarte für das Jahr 2022 einen Rekordgewinn von etwa 8,4 Milliarden Euro. “Diesen Erfolg verdankt das Unternehmen der Arbeit der Beschäftigten. Auch vor diesem Hintergrund sind unsere Tarifforderungen notwendig, gerecht und machbar.”

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