Microsoft plant fünf Prozent der Belegschaft zu entlassen

Stand: 18.01.2023 12:56 Uhr

Medienberichten zufolge plant der US-Technologieriese Microsoft weltweit fünf Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen – das beträfe rund 11.000 Stellen. Microsoft folgt damit anderen Tech-Konzernen mit scharfen Einschnitten in der Belegschaft.

Der amerikanische Technologiekonzern Microsoft erwägt Medienberichten zufolge, fünf Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Dies soll heute verkündet werden. Das würde etwa 11.000 Stellen entsprechen, berichtete der Sender “Sky News” und auch das “Wall Street Journal” unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Vom US-Softwarekonzern war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Langsameres Wachstum erwartet

Bereits im vergangenen Juli hat Microsoft ein Prozent seiner damals insgesamt 200.000 Stellen gestrichen. Der Aktienkurs des Konzerns, der nach wie vor zu den wertvollsten börsennotierten der Welt zählt, litt im vergangenen Jahr enorm. Innerhalb eines Jahres büßten die Titel knapp 18 Prozent an Wert ein.

Das Unternehmen will seine Quartalszahlen am 24. Januar vorlegen. Microsoft-Chef Satya Nadella warnte bereits bei der Vorlage der letzten Quartalszahlen vor einem langsameren Wachstum. Microsoft kämpft mit dem Rückgang der PC-Verkäufe, die für den Vertrieb des Betriebssystems Windows wichtig sind. Dagegen legte das Cloud-Geschäft des Konzerns zuletzt zu.

Job-Kahlschläge in der Tech-Branche

Der Jobabbau bei Microsoft ist nur einer von vielen in der Tech-Branche. Die steigende Inflation und die drohende Rezession machen der Technologiebranche schwer zu schaffen. Nach Jahren des Wachstums bereiten sich Unternehmen wie der Onlineversandhändler Amazon und die Google-Muttergesellschaft Alphabet auf magere Jahre vor und setzen beim Personal den Rotstift an. Anfang des Monats kündigte Amazon etwa an, 18.000 Jobs zu streichen – der größte Personalabbau in der Geschichte des Unternehmens.

Die Reihe der Unternehmen, die Entlassungen ankündigten, wird damit immer länger. So kam es etwa bei der Facebook-, Whatsapp- und Instagram-Mutter Meta sowie dem von Tesla-Chef Elon Musk übernommenen Online-Netzwerk Twitter zu regelrechten Job-Kahlschlägen.

Auch der US-Softwarehersteller Salesforce will im schwierigeren Geschäftsumfeld rund jeden zehnten Mitarbeitenden loswerden. Der Rivale des DAX-Konzerns SAP kündigte Anfang Januar eine Restrukturierung zur Kostensenkung an, in deren Rahmen die Jobs gestrichen und auch Büroräume abgegeben werden sollen. Zuletzt hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Dezember weltweit mehr als 79.000 Beschäftigte.

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