Marktbericht: Die 15.000 rückt näher

Marktbericht

Stand: 11.01.2023 07:31 Uhr

Die Pause in der Börsenrally zum Jahresbeginn scheint vorbei zu sein. Nachdem der DAX gestern anfängliche Verluste wieder ausgeglichen hat, schaltet die Börsenampel nun wieder auf Grün. Die Wall Street hilft dabei.

Mit 14.860 Punkten dürfte der deutsche Börsenindex in den Handel zur Wochenmitte starten, darauf deuten vorbörsliche Indikationen hin. Das entspricht einem Zuwachs von 0,6 Prozent. Gestern hatte der DAX knapp im Minus geschlossen, war aber im späten Abendhandel bereits ins Plus gedreht.

US-Börsen wieder im Aufwind

Rückenwind kommt dabei wieder einmal von den US-Börsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss gestern 0,6 Prozent höher auf 33.704 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte ein Prozent auf 10.742 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3919 Punkte zu.

US-Notenbank-Chef bremst Markt nicht

Die Märkte hatten dabei kaum auf Aussagen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell auf einer Notenbanker-Tagung reagiert. “Die Äußerungen von Powell, der heute in Schweden auf einer von der schwedischen Zentralbank ausgerichteten Veranstaltung sprach, konnten den Markt nicht weiter beeinflussen”, so Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets. Der Fed-Chef habe lediglich bekräftigt, dass die Wiederherstellung der Preisstabilität bei hoher Inflation kurzfristig unpopuläre Maßnahmen erfordern könne. Zur Prognose für die weiteren Zinsschritte der Federal Reserve äußerte er sich nicht.

Weitere Hinweise auf die künftigen Zinsschritte der Fed erhoffen sich Börsianer nun von den morgen anstehenden US-Inflationszahlen. “Er wird wahrscheinlich der wichtigste Datenpunkt in dieser Woche sein und uns sicherlich etwas Klarheit über die Richtung der Inflation geben”, sagte Mona Mahajan, Senior-Investmentstrategin beim Finanzdienstleister Edward Jones.

Asienbörsen höher

Die Börsen in Asien notieren am Morgen durchweg höher. Der japanische Nikkei-Index schloss ein Prozent höher bei 26.446 Punkten. Das ist der höchste Stand seit zwei Wochen. Haupttreiber waren Aktien von Roboterherstellern. Yaskawa Electric hatte mitgeteilt, dass sich die Lage bei den Lieferketten verbessere. Die Papiere legten sechs Prozent zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1900 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus.

Euro hält sich über 1,06

Am Devisenmarkt kann sich der Euro weiterhin über der Marke von 1,06 Dollar halten. Am Morgen notiert die Europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0639 Dollar. Am Rohstoffmarkt gibt es im frühen Handel ebenfalls wenig Bewegung. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet wie gestern knapp 80 Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold liegt bei 1883 Dollar.

Investor drängt auf Aufspaltung von Bayer

Im DAX könnte am Morgen erneut die Aktie von Bayer im Fokus stehen. Beim Pharmakonzern wird der Druck auf das Management offenbar immer größer. Laut Agenturmeldungen hat nun auch der aktivistische Investor Bluebell Capital Partners einen Anteil an dem DAX-Konzern aufgebaut. Bluebell dränge auf die Aufspaltung des Unternehmens, so Bloomberg. Zudem fordere er eine Überarbeitung der Grundsätze der Unternehmensführung. In der Vergangenheit haben bereits andere aktivistische Investoren wie Elliott Investment Management eine Aufspaltung des Konzerns gefordert.

Airbus deutlich vor Boeing

Der DAX-Konzern Airbus bleibt mit deutlichem Abstand der größte Flugzeugbauer der Welt. Mit 661 ausgelieferten Flugzeugen, ein Plus von acht Prozent, blieb das französisch-deutsche Unternehmen 2022 zwar leicht hinter der eigenen Zielmarke von 700 Maschinen zurück, wie Airbus am Abend mitteilte. Der Konzern lag damit aber weit vor dem US-Rivalen Boeing, der im abgelaufenen Jahr nur 480 Flugzeuge ausliefern konnte.

Milliardenauftrag für Siemens Energy

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat gestern Abend einen Großauftrag bei der Anbindung von Windparks in der deutschen Nordsee erhalten. Zusammen mit dem spanischen Unternehmen Dragados Offshore soll das Unternehmen Konverterstationen für eine Leistung von bis zu vier Gigawatt errichten, wie sie gestern mitteilten. Der Gesamtauftrag, der auch die Instandhaltung über zehn Jahre enthält, hat demnach ein Volumen von mehr als vier Milliarden Euro. Branchenkreisen zufolge soll etwa die Hälfte davon auf Siemens Energy entfallen.

Tesla will Batteriefabrik ausbauen

Tesla plant eine millionenschwere Erweiterung seiner neuen Gigafactory in Texas. Der E-Autobauer habe bei der zuständigen Behörde des US-Bundesstaats einen Antrag gestellt, der eine Investition von knapp 776 Millionen Dollar in die Fabrik vorsieht, wie aus einem Antrag hervorgeht. Geplant seien fünf zusätzliche Anlagen. Dazu gehöre auch ein Testlabor. Es wird erwartet, dass Tesla seinen Investorentag am 1. März in dem Werk abhalten und seine Pläne für den Ausbau bekanntgeben wird.

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