Marktbericht: DAX hält Kurs gen Norden

Marktbericht

Stand: 06.01.2023 07:32 Uhr

Die starke Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt seit Jahresbeginn dauert an. Der DAX nimmt zum Wochenschluss erneut die Marke von 14.500 Punkten ins Visier.

Nach dem gelungenen Jahresauftakt lassen die DAX-Bullen nicht locker. Die gestrigen leichten Kursverluste könnten sich lediglich als kleine Atempause auf dem Weg gen Norden entpuppen. Der DAX dürfte mit einem Aufschlag in den letzten Handelstag der Woche starten. Am Morgen taxiert der Broker IG die deutschen Standardwerte 0,6 Prozent höher bei 14.527 Punkten.

DAX erreicht Kursziel von 14.500 Punkten

Aus technischer Sicht hätte der DAX damit das kalkulatorische Kursziel aus der jüngsten Bodenbildung von 14.500 Punkten erreicht. “Jenseits dieses Anlaufziels markieren die Hochpunkte vom Juni und März 2022 bei 14.709/14.925 Punkten die nächsten Barrieren”, erklärt Jörg Scherer, Leiter Technische Analyse HSBC. Auf der Unterseite definiere indes das Hoch vom 22. Dezember bei 14.161 Punkten eine erste markante Rückzugsmarke.

Zinssorgen an der Wall Street

Mit seiner jüngsten starken Performance zeigte der DAX auch relative Stärke zur Wall Street: Dort standen die Kurse der eher techlastigen und damit zinssensitiven Indizes zuletzt unter Druck. Gestern schürten robuste Arbeitsmarktdaten von der privaten Agentur ADP unter den US-Anlegern erneut Zinssorgen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,0 Prozent tiefer auf 32.930 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,5 Prozent auf 10.305 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,2 Prozent auf 3808 Punkte ein. Heute dürften nun die noch vor US-Börseneröffnung anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Dezember einen wichtigen Hinweis darauf liefern, wie aggressiv die Federal Reserve bei der Straffung ihrer Geldpolitik vorgehen könnte.

Asiatische Aktien gefragt

Im Vorfeld der wichtigen US-Datenveröffentlichung zeigen sich derweil die Anleger an den asiatischen Börsen in Kauflaune. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag zum Handelsschluss in Tokio 0,6 Prozent höher bei 25.974 Punkten. Die Börse in Shanghai notierte 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent.

Dollar auf Drei-Monatshoch

Der Dollar-Index, der den Wert der US-Devise gegenüber einem Korb von Währungen misst, notiert auch am Morgen weiterhin auf einem Drei-Monat-Hoch. Zinsspekulationen geben dem Greenback Auftrieb. Der Euro gibt leicht nach auf 1,0511 Dollar.

BaFin sieht erneut Mängel bei Deutsche-Börse-Töchtern

Am deutschen Aktienmarkt rückt die Deutsche Börse in den Fokus. Die Finanzaufsicht hat erneut Tochtergesellschaften des Börsenbetreibers wegen Mängeln ins Visier genommen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte Schwachstellen bei der Clearstream Banking AG und der Clearstream Holding AG fest. Auch bei der Tochter Eurex Clearing AG wurden Mängel gerügt.

Mercedes-Benz treibt eigenes E-Ladenetz voran

Mercedes-Benz hat gestern Abend ein eigenes Netz mit weltweit 10.000 Ladepunkten bis Ende des Jahrzehnts angekündigt. Einen einstelligen Milliardenbetrag wollen die Stuttgarter investieren. “Wir wollen nicht zusehen und abwarten, bis es gebaut ist. Daher errichten wir selbst ein globales Schnellladenetzwerk”, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius.

VW mit deutlichem US-Absatzminus

Der hartnäckige Chipmangel und die Lieferkettenprobleme in der Autoindustrie haben Volkswagen auf dem US-Markt 2022 zu schaffen gemacht. Der Absatz ging gegenüber dem Vorjahr um 19,7 Prozent auf 301.069 Neuwagen zurück. Im vierten Quartal verkaufte das Unternehmen 22.303 Autos – ein Minus von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Samsung mit zweitem Ergebniseinbruch in Folge

Eine schwächelnde Nachfrage beschleunigt den Ergebnisrückgang bei Samsung Electronics. Das operative Ergebnis sei im vierten Quartal vorläufigen Berechnungen zufolge um 69 Prozent auf 4,3 Billionen Won (3,2 Milliarden Euro) eingebrochen, teilte der weltgrößte Hersteller von Smartphones und Speicherchips mit. Das ist der niedrigste Wert seit acht Jahren.

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