Heißer Sommer bringt starke Apfelernte

Stand: 09.01.2023 10:50 Uhr

2022 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für den Obstanbau. Die Apfelernte lag in den deutschen Anbaugebieten mehr als zehn Prozent über dem langjährigen Mittel. Dazu trug auch der heiße Sommer bei.

Deutsche Obstbauern haben im vergangenen Jahr eine überdurchschnittlich gute Ernte eingefahren. Mit rund 1,1 Millionen Tonnen lag die Apfelernte etwa 66.000 Tonnen (6,6 Prozent) über dem Ergebnis von 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 2012 bis 2021 fiel die Apfelernte 2022 sogar rund 100.000 Tonnen und damit 10,3 Prozent höher aus.

Nur 2014 und 2018 sei die Ernte noch etwas besser ausgefallen. Gleichzeitig nahm jedoch die Anbaufläche für Äpfel um rund 520 Hektar (1,5 Prozent) ab.

Eine besondere Bedeutung für die heimische Apfelernte haben die beiden größten deutschen Apfelanbaugebiete Altes Land (Niedersachsen und Hamburg) und Bodensee (Baden-Württemberg). Die meisten Äpfel wurden mit rund 374.400 Tonnen in Baden-Württemberg geerntet, gefolgt von Niedersachsen mit 313.700 Tonnen. Beide Bundesländer erzeugten so rund zwei Drittel (64,2 Prozent) der Gesamternte.

Weniger Befall durch Schädlinge

Das gute Ernteergebnis führen die Statistiker auf den guten Fruchtansatz im Frühjahr und den witterungsbedingt geringen Krankheits- und Schädlingsbefall zurück. Auch die Menge geernteter Pflaumen und Zwetschgen lag 2022 wegen der günstigen Witterung deutlich über dem Vorjahreswert. Die Erntemenge von 46.800 Tonnen bedeutet eine Steigerung um 17,4 Prozent.

Äpfel sind mit großem Abstand das am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. An der gesamten erfassten Erntemenge aller Obstsorten von über 1,2 Millionen Tonnen im Jahr 2022 hatten Äpfel einen Anteil von rund 88,7 Prozent.

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