Deutschlandweit viele Unfälle durch Schnee und Glatteis

Stand: 21.01.2023 12:04 Uhr

Schnee und glatte Straßen haben in vielen Teilen Deutschlands zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. In Rheinland-Pfalz starb dabei eine Frau. Auch beim öffentlichen Nahverkehr gibt es mancherorts Einschränkungen.

Minusgrade, starker Schneefall und Glatteis – vor allem in weiten Teilen Süddeutschlands hat ein Wintereinbruch in der Nacht viele Autofahrer überrascht. Es kam zu zahlreichen teils schweren Unfällen. Ein Überblick.

Rheinland-Pfalz

Im Landkreis Mayen-Koblenz starb eine Autofahrerin, nachdem sie auf schneebedeckter Fahrbahn frontal mit einem Linienbus zusammengeprallt war. Nach Angaben der Polizei hatte die 86-Jährige die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Die Busfahrerin konnte nicht rechtzeitig ausweichen, im Bus befanden sich keine Fahrgäste.

In der Region um Kaiserslautern kam es in der Nacht und am Morgen ebenfalls vermehrt zu Unfällen: Polizeiangaben zufolge gab es allein in der Westpfalz bis zu 70 Unfälle. Eine Person sei schwer verletzt worden, fünf weitere leicht. Überwiegend sei es aber bei Blechschäden geblieben.

Durch die Unfälle kommt es auf vielen Autobahnen zu Stau: So krachte in der Region Rheinhessen ein LKW in die Leitplanke und muss von einem Kran geborgen werden. Teile der A61 blieben gesperrt, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen seien, teilte die Polizei mit.

Bayern

Auch in Bayern sorgten glatte Straßen für Hunderte Unfälle. Allein am Freitagabend ereigneten sich auf der A94 in Richtung München neun Zusammenstöße mit sechs Leichtverletzten.

Nicht nur Autofahrer müssen sich auf Staus einstellen – auch Passagiere im öffentlichen Nahverkehr brauchen Geduld: So fuhren etwa in Coburg und Würzburg am Morgen über Stunden die Busse nicht mehr, weil viele Straßen nicht ausreichend geräumt waren.

In Würzburg rutschten zwei Busse in einen Graben. Bei einem Fahrzeug ließen sich die Türen nicht mehr öffnen. “Die etwa zehn Fahrgäste und der Fahrer mussten durch die Oberluke aussteigen”, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Wetterdienst erwartet weitere Schneefälle

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet auch für das Wochenende in weiten Teilen Deutschlands winterliches und zeitweise unbeständiges Wetter und teils starke Schneefälle. In den östlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie am Alpenrand könnte es bis zu 25 Zentimeter Neuschnee geben.

In der Nacht auf Sonntag breitet sich der Schneefall auf die gesamte Osthälfte aus, vor allem im Mittelgebirge dürfte es kräftig schneien. An der Küste vermischt sich der Schnee teils mit Regen. Die Temperaturen sinken laut DWD auf minus ein bis minus zehn Grad.

Am Sonntag halten die Schneefälle gebietsweise an, schwächen sich aber langsam ab. In der Nacht auf Montag soll es vor allem im Westen und Südwesten sowie im Osten noch schneien. Die Temperaturen sinken auf zwischen minus ein und minus acht Grad ab und es wird wieder Glätte erwartet. Zum Start in die neue Woche kommt es nur noch vereinzelt zu Schneeschauern, die Temperaturen steigen etwas.

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