Ägypten meldet Fund antiker Grabstätte aus Pharaonen-Zeit

Stand: 14.01.2023 18:29 Uhr

Im ägyptischen Luxor haben Archäologen eine Grabstätte gefunden, die etwa 3500 Jahre alt sein könnte. Das Innere soll in einem schlechten Zustand sein. Die öffentliche Ankündigung erfolgt nicht ohne Kalkül.

Archäologen haben im ägyptischen Luxor ein Grab entdeckt, in dem vor fast 3500 Jahren vermutlich eine Pharaonen-Gattin bestattet wurde. Die Ausgrabungen sind noch nicht abgeschlossen, teilte der Leiter der Altertümerbehörde, Mustafa Wasiri, mit.

Laut Wasiri hatte eine ägyptisch-britische Mission das Grab am Westufer des Nils, rund 650 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo, gefunden.

Grab einer Königin oder Prinzessin?

Es gibt bereits eine Vermutung, wer genau in der Grabkammer bestattet wurde: Erste Funde aus der Grabkammer deuten laut Wasiri darauf hin, dass es sich um ein Grab aus der 18. Dynastie mit legendären Pharaonen wie Echnaton und Tutanchamun handelt. Sie bestand von 1550 bis 1292 vor Christus.

Laut Piers Litherland von der Universität Cambridge, der das Team britischer Forscher bei der Ausgrabung leitet, könnte es sich um das Grab einer Königin oder Prinzessin aus der Herrscherfamilie der Thutmosiden handeln, von denen bisher nur sehr wenige freigelegt wurden.

Grab in schlechtem Zustand

Das Innere des Grabes sei leider in einem schlechten Zustand, erklärte der ägyptische Archäologe Mohsen Kamel. Viele Bauteile und Inschriften seien schon in der Antike zerstört worden, als bei Überschwemmungen Sand- und Kalksteinsedimente in die Grabkammer gelangten.

Ägypten will Tourismus wieder ankurbeln

Ägypten präsentierte in den vergangenen Monaten eine Reihe spektakulärer archäologischer Funde – vor allem in der weitläufigen Sakkara-Nekropole südlich von Kairo. Die Behörden hoffen, mit den Entdeckungen den seit Jahren angeschlagenen Tourismus wieder anzukurbeln.

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